Ab auf‘s Rad 

In den Ferien sind bei Klein und Groß Radtouren sehr beliebt. Damit Sie sicher und ohne Pannen an das Ausflugsziel kommen, möchten wir Ihnen einige Tipps mit auf den Weg geben. Ein Gastbeitrag von Polizeihauptkommissarin Daniela Luppus.

Vor größeren Touren bedürfen die Räder ein wenig der Pflege. Längere Standzeiten führen oft zu Luftverlust in den Reifen, hier muss meistens nachgepumpt werden. Dabei empfiehlt sich direkt auch ein Blick auf das Profil der Reifen und gegebenenfalls ein Austausch.

Testen Sie bitte alle am Fahrrad vorhandenen Bremsen. Versuchen Sie das Rad mit Kraft weiterzuschieben, während sie jede Bremse einzeln betätigen. Der Hebel der Handbremse darf den Lenker hierbei nicht berühren. Alle Bremsen sollten einwandfrei „packen“ und sich auch wieder öffnen.

Das vordere und hintere Licht sowie die Klingel sollten ebenfalls überprüft werden. Hier reicht schon der Einsatz batterie- oder akkubetriebener Beleuchtung bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es anderweitig erforderlich machen.

Zum verkehrssicheren Fahrrad gehören auch genügend Reflektoren. Vorgeschrieben sind ein roter Reflektor (sogenannter Z-Reflektor) hinten und ein weißer Reflektor vorne. Diese können auch im Licht integriert sein. Reflektoren in den Speichen (alternativ Leuchtstreifen im Mantel) und an den Pedalen sind ebenfalls ein Muss. 

Da Kinder oft Wachstumsschübe haben, sollten Sie die Einstellung des Lenkers und des Sattels überprüfen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Kinder mit beiden Fußballen den Boden berühren können, während sie auf dem Sattel sitzen. Der Lenker muss aus dieser Position gut erreichbar sein. Beides gilt natürlich auch für Erwachsene. 

Da trotz aller guten Vorbereitung immer etwas passieren kann, ist der Fahrradhelm stets ein guter Begleiter. Auch für Erwachsene! Wenn Sie einen Helm benutzen, überprüfen Sie gelegentlich, ob Sie Risse oder andere Beschädigungen am Helm finden. Dann schützt der Helm nicht mehr ausreichend.

Sichtbarkeit ist Sicherheit! Tragen sie helle und auffällige Kleidung, damit andere Verkehrsteilnehmer Sie gut und rechtzeitig wahrnehmen können. Sandalen, Flip Flops, Kleider und Röcke sind in der Regel keine geeignete Fahrradbekleidung, da sie beim Auf- und Absteigen stören können und zum Beispiel kein fester Tritt möglich ist.

Wenn Sie die Ferien für einen Ausflug mit Kindern nutzen, passen Sie die Ausflugsstrecke dem Können ihres Kindes an und machen sie regelmäßig Pausen. Erschöpfte und müde Kinder können sich nicht mehr konzentrieren und neigen zu Fahrfehlern.

Bedenken sie auch, dass Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr den Gehweg benutzen müssen. Ab dem zehnten Geburtstag ist die Benutzung des Gehwegs jedoch nicht mehr zulässig.

Viel Spaß unterwegs und gute Fahrt wünscht Ihnen die Polizei des Rhein-Kreises Neuss!

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